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Galgenen
23.09.2020

«Wir setzen die Energiewende um»

Mit dem Spatenstich fürs Energiezentrum Bodenwies in Galgenen macht die Energie Ausserschwyz AG, zügig vorwärts mit dem Fernwärmenetz und der Stromproduktion.

Acht Jahre nach den ersten Gedanken und Ideen geht nun die Energie Ausserschwyz AG mit grossen Schritten in die Realisierungsphase. Am Montagabend wurde im kleinen Kreis der Spatenstich fürs Energiezentrum Bodenwies in Galgenen vorgenommen. «Jetzt braucht es noch einen warmen Winter, damit wir mit dem Bau des Energiezentrums zügig vorankommen, danach kann eine Eiszeit folgen», so Geschäftsführer Urs Rhyner. Im nächsten Monat soll der Aushub gemacht werden, und dann hofft Rhyner «im Idealfall» auf eine Inbetriebnahme der Wärmeproduktion im nächsten Jahr. Die Stromproduktion soll dann im Jahr 2022 folgen. «Wir sind ein kleines Team, das ein Mammutprojekt stemmt und dafür viel Herzblut einsetzt», so Rhyner weiter.

Die Investitionen belaufen sich auf rund 300 Mio. Franken, was in dieser Art einmalig ist. Geschäftsführer Rhyner sprach denn auch von einem «Leuchtturmprojekt». «Wir setzen die Energiewende um und protestieren nicht auf dem Bundesplatz», sagte Rhyner in Anspielung auf das Protestcamp in Bern.

Mark Steiner, der Verwaltungsratspräsident der Energie Ausserschwyz AG (EASZ) und der EASZ-Mehrheitsaktionärin EW Höfe AG, sprach gar von einem «historischen Tag». Die Energie Ausserschwyz AG treffe mehrere Fliegen mit einer Klappe: «Öl, Gas und Wärmepumpen sind keine Alternativen zur Fernwärme. Die Verwendung von Holz als Energielieferant macht uns unabhängig vom Ausland. Sonne und Wind können zudem die Lücke nicht füllen, die nach einem künftigen Wegfall von Atomstrom entsteht.»

Leitungsnetz im Entstehen

Mit den Kernerneuerungsarbeiten im Dorf Lachen sind bereits entsprechende Leitungen fürs Fernwärmenetz verlegt worden. Und auch in der Gemeinde Freienbach sind in diesem Sommer die ersten Hausanschlüsse erstellt worden. Ziel der EASZ AG ist es, auf die Heizsaison 2022/23 die Fernwärmeleitungen in der Gemeinde Freienbach in Betrieb zu nehmen. Die erste Erschliessungsetappe umfasst die Gemeinden Galgenen, Lachen, Altendorf und Freienbach. In einer zweiten Etappe sollen die Ortschaften Siebnen, Schübelbach, Buttikon, Tuggen, Wilen, Bäch und Wollerau mit Fernwärme aus Galgenen versorgt werden. Und schliesslich folgen in der dritten Etappe die Ortschaften Schindellegi und Feusisberg sowie Reichenburg.

Stefan Grüter, March24 & Höfe 24