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Galgenen
04.09.2020

«Das mit Allison ziehen wir voll durch»

Janine Amberg alias Janet La Rose ist wieder voll in ihrem Element. (Bild Mike Weibel)
Janine Amberg war in den 90er-Jahren unter dem Namen Janet La Rose als «Rockröhre» eine feste Grösse in der Region. Nun hat sich ihre Band Allison nach 20 Jahren wieder vereint und dreht in Galgenen ein Video.

mit Janet La Rose sprach Andreas Knobel

Allison – da klingelt es nur bei älteren Rock-Semestern. Erinnern Sie sich noch an die Gründung der Band anno 1986?

Absolut – ich bin allerdings erst 1988 dazugestossen, nachdem sie mit einem Sänger gestartet sind. So kam ich zu einem Casting, wie man heute sagt. So anfangs der 90er-Jahre ging dann richtig die Post ab. Es folgten Alben und Auftritte im In- und Ausland, als Headliner oder im Vorprogramm zum Beispiel von Thunder, Van Halen oder Bon Jovi. Der Höhepunkt war sicher, als «Dreams of Glory» 1994 zum Fussball-WM-Song für Deutschland bei der ARD auserkoren wurde. Es war eine super Zeit, auch sehr intensiv – ich wüsste nicht, ob ich das heute noch durchziehen könnte (lacht).

Geschah also die Auflösung der Band 1998 aus «Altersgründen»?

Nein. Wir konnten nachdem Debutalbum «One» mit dem zweiten Album «Wonderland» kommerziell nicht an den Anfangserfolg anknüpfen. Wir hatten ja auch keinen WM-Song als Aufhänger mehr. Als sich dann Gitarrist John Cassia ausklinkte, versuchten wir einen würdigen Ersatz zu finden. So spielte zum Beispiel Mandy Meyer mit, er wurde dann aber von Gotthard engagiert. Irgendwie schafften wir es nicht, die alte Chemie aufrechtzuerhalten – so liessen wir es halt bleiben.

Und nach 20 Jahren im Dornröschenschlaf seid ihr in alter Frische aufgewacht?

Eigentlich trafen wir uns vor drei Jahren nur, um an der Geburtstagsfeier von Bassist Pierce Baltino nochmals aufzutreten. Daraus wurde völlig unerwartet eine Reunion.

Wer von den Gründungsmitgliedern ist noch dabei? Wer ist neu dazugekommen?

Hanspeter Stutz alias John Cassia, der sich jetzt Johnny Stutz nennt, sowie Pius Schuler alias Pierce Baltino sind als Gründungsmitglieder wieder mit dabei. Dani Feusi ist neu an den Keyboards sowie Sean Evans neu an den Drums, dazu kommt mit Robi Würgler ein zweiter Gitarrist. Und natürlich ich, Janine Amberg alias Janet La Rose, als Sängerin.

Nun seid ihr an einem Videodreh – worum geht’s?

Wir drehen den Song «The River» von unserem Hauptkomponisten Pius Schuler ab. Er hatte auch die Vision, das Video auf dem Dachparkplatz des Hornbachs in Galgenen umzusetzen – als Bastler kennt er diesen Laden gut. Es ist genau die richtige Location, es kommen auch Drohnen zum Einsatz. Nun müssen wir nur noch gutes Wetter haben.

Das heisst auch, dass ihr bald ein Album veröffentlicht?

Richtig, alles ist aufgegleist. Es heisst «They Never Come Back» und spielt auf den Spruch in der Boxerszene an. Er passt also augenzwinkernd genau zu unserer Situation. Erscheinen wird es dann im kommenden November.

Also zieht ihr das mit Allison wieder für ein paar Jahrzehnte durch?

Aber sicher – das ziehen wir voll durch, ein Ende ist nicht abzusehen. Die nächste Pause aber ist dann wohl für immer … (lacht)

Andreas Knobel, March24 und Höfe24