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Tuggen
06.09.2020

Darf die Gemeinde die Postliegenschaft kaufen?

Gemeindepräsident René Knobel erachtet den Kauf der Postliegenschaft als Strategieentscheid. «Wenn wir jetzt nicht zuschlagen, tut es ein anderer.» Und damit verliere die Gemeinde die Möglichkeit, das Dorfbild weiter aufzuwerten. (Bild: Silvia Gisler)
Zugunsten der Zentrumsentwicklung will die Gemeinde Tuggen für 1,3 Millionen Franken die Postliegenschaft erwerben. Am 27. September wird sich zeigen, ob die Stimmberechtigten dem Kauf begrüssen.

Die 923 Quadratmeter grosse Post-Liegenschaft in Tuggen geniesst vom Gesamtgemeinderat seit Monaten grosse Aufmerksamkeit. Die Post als jetzige Besitzerin der Liegenschaft hat der Gemeinde nämlich den Kauf zum Vorzugspreis angeboten.

Chance für attraktiven Dorfkern

«Der Erwerb der Liegenschaft ist für unser Dorf mit Blick auf die Zukunft sehr wichtig», betont Gemeindepräsident René Knobel. Als neue Eigentümerin könne die Gemeinde aktiv Einfluss darauf nehmen, wie die zukünftige Entwicklung und Nutzung des Grundstückes aussehen werde. «Damit kommen wir dem Wunsch der Bevölkerungnach einem attraktiven Dorfkern mit Dorfplatz einen grossen Schritt näher.»

Bereits jetzt sei man mitten in der Ideenfindung zur Neugestaltung und Aufwertung des Dorfplatzes. «Wenn wir die Liegenschaft erwerben dürfen, fliesst das Grundstück sofort in die Planung mit ein.» Was genau geplant werde oder werden könnte, konnte Gemeindepräsident Knobel noch nicht benennen. Erst wenn die Ideenentwicklung in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung abgeschlossen sei, werde demzufolge ein Projekt ausgearbeitet.

Mischwasserkanal auf dem Post-Grundstück

Die Liegenschaft hat aber für die Gemeinde aus einem weiteren Grund grosse Bedeutung. «An dieser Kreuzung befindet sich das Leitungsmekka von Tuggen», erläutert Bauexperte Schönenberger. Hier komme alles vom Buechberg her kommende zusammen. «Auf dem Post-Grundstück liegt ein Mischwasserkanal. Sollte dieser in den nächsten Jahren angepasst werden müssen, haben wir einfacher die Möglichkeit, auf diesem Areal Massnahmen vornehmen zu können.»

Auch in finanzieller Hinsicht sei der Kauf durchaus ein gutes Geschäft. Statt der von der Bank geschätzten rund 1,4 Mio. Franken kann die Gemeinde die Liegenschaft zum Vorzugspreis von 1,3 Mio Franken erwerben.

Silvia Gisler, Redaktion March24/Höfe24