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Sport
28.08.2020

Was ist eigentlich Padel?

Das so genannte Padel-Tennis kommt ursprünglich aus Lateinamerika und hat auch in Ausserschwyz einen Platz gefunden: Seit neustem im Sport- und Fitness-Center Leuholz. Wir haben die Sportart ausprobiert! Fazit: Der Spassfaktor ist sehr hoch.

In Wangen gibt es seit Kurzem einen Padel-Court. Dieser weckte das Interesse der Online-Redaktion. Auf Anfrage erklärten sich Franz, leidenschaftlicher Tennisspieler, Lars (Eishockey), Pat (Volleyball) und Heidi (Alpinismus) sofort bereit, den neusten Sporttrend in Ausserschwyz zu testen.

Das ist bereits der erste positive Punkt: Padel ist sozial. Man ist nahe beieinander, kann sich gut unterhalten und spielt zu zweit im Team.

Die Grundsätze des Sports sind schnell erklärt: Wie beim Tennis geht es um das Rückschlagen des Balls, der maximal einmal am Boden aufkommen darf. ABER an den gegnerischen Seitenwänden (aus Glas oder Gitter) darf der Ball unendlich oft abspringen, ähnlich wie im Squash. Dieser Umstand sorgt für coole Bälle und vor allem sehr viele Möglichkeiten.

Wir wärmen uns auf, spielen einige Bälle hin und her und überbeissen auch häufig - der drei Meter hohe Zaun genügt nicht in allen Fällen. Schnell landet der erste Ball auf dem nahen Parkplatz. Das Padel ist leicht und lässt sich dank Luftlöchern gut schwingen. Sobald man hart auf den Ball schlägt, hört man, dass das Innere aus Holz ist. Der Spassfaktor ist sehr hoch und auch mit drei von vier nicht-Tennisspielern ergibt sich ein Match.

Kein Wunder, dass die Beliebtheit von Padel auch bei uns immer stärker zunimmt. Aktuell werden in der Schweiz 40 Padel-Plätze gezählt. 

Franz zeigt den Padel-Schläger, während uns Stefan Schär vom Sportzentrum Leuholz das Spiel erklärt.

Padel ist wie Tennis eine Ganzjahressportart, die sowohl im Freien, wie auch in der Halle gespielt werden kann.

Trotz Temperaturen nur wenig höher als 20 Grad kommen wir schnell ziemlich ins Schwitzen. Zum Glück ist nicht der ganze Court in Glas eingefasst, sonst wäre es sicher noch heisser.

Nach einer halben Stunde sind wir richtig im Spiel drin. Heidi punktet oft mit ihrem fiesen Service, der nach dem Aufschlagen am Boden vom Gitter abtropft und Franz lässt sein Handgelenk spielen, indem er die Bälle in die linke hintere Ecke platziert.

Da das Padel-Spielfeld (10 x 20 Meter) nur etwa ein Drittel so gross  ist wie ein Tennisplatz und die Laufwege deutlich kürzer sind, kommt uns zu Gute. So kann auch der eine oder andere Stoppball von Lars abgefangen werden.

Wie zählt man? 

Genau gleich wie im Tennis. Um einen Satz zu gewinnen braucht es sechs Spiele (mit mindestens zwei Vorsprung). Ein Match geht auf zwei Gewinnsätze.

Das outdoor Padel-Feld in Wangen.

Die Tücken

Der Kunstrasen-Untergrund ist mit Sand versetzt und zum Teil ziemlich rutschig. Diese Rutscher sehen bei uns zwar gar nicht Rafael Nadal-esque aus, dafür haben wir den Plausch und amüsieren uns laut und prächtig.

Zwei vorbeigehende Tennisspieler sehen und hören unseren Spass und erkundigen sich nach dieser neuartigen Sportart. 

Fazit nach einer Stunde Spiel: Anstrengend, die Einstiegshürde ist jedoch nicht so hoch, man kann schnell spielen und die Bälle müssen zwar (wie im Tennis) immer wieder aufgelesen werden, da der Court jedoch kleiner ist, geht das gut. Und 40 Franken für eine Stunde Spiel liegt auch ganz im Rahmen.

Wir kommen auf alle Fälle wieder.

Hier könnt ihr buchen!

Padel macht Spass, nach kurzer Zeit sind wir mitten im Spiel.

Warum hat es im Leuholz einen Padel-Court?

Sport- und Fitness-Center Leuholz-Inhaber Stefan Schär ist begeistert vom Padel. Es ist eine sehr schnell wachsende Sportart, in der Schweiz gibt es aber noch nicht so viele Courts. Da Schär überzeugt ist, dass Padel auch bei uns Anklang findet, hat er kurzerhand einen Tenniscourt umgebaut. Das neue Padel-Feld gibt es seit Juli. Im Winter könnte das Feld zudem überdacht werden und eine Beleuchtung ist ebenfalls installiert.

Patrizia Baumgartner, March24 & Höfe24