Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Kanton
25.08.2020

Freienbacher Gemeindepräsi verdient 91 000 Franken im Jahr

Der Freienbacher Gemeindepräsident Daniel Landolt verdient mit Abstand am besten in seinem Amt. (Bild: Archiv)
Wie eine Umfrage bei den Gemeinden zeigt, sind die Verdienste der Gemeindepräsidenten sehr unterschiedlich. Der Gemeindepräsident von Freienbach, Daniel Landolt, verdient mit 91 000 Franken pro Jahr mit Abstand am meisten.

von Urs Attinger

Es ist Usus, dass grosse Schweizer Zeitungen Löhne von CEOs, Ärzten oder Politikern vergleichen. Zu letzter Gruppe gehören auch die Gemeindepräsidenten. Für die drei Gemeinden der Höfe und die neun Gemeinden der March hat diese Zeitung eine Umfrage gemacht und nicht nur die Löhne, sondern auch die Pensen der hiesigen Gemeindevorsteher erfragt. Es ist eine interessante Zusammenstellung entstanden. Zudem wurden die Daten auch für beide Bezirke erhoben.

Spitzenreiter in den Höfen

Der Spitzenreiter in der Besoldung ist wenig überraschend die Gemeinde Freienbach. Ihr Präsident Daniel Landolt (CVP) verdient demnach 91 000 Franken für ein 50 %-Pensum. Mit 16 556 Einwohnern ist Freienbach die bevölkerungsreichste Gemeinde von Ausserschwyz. Einen gleich hohen Anstellungsgrad für ihren Präsidenten hat die zweitgrösste Höfner Gemeinde Wollerau. Der Verdienst des Präsidenten liegt mit 50 000 Franken pro Jahr unter jenem seines Kollegen der Nachbargemeinde, Wollerau hat aber auch nur etwas mehr als 7000 Einwohner. Und es kommen noch Sitzungs- und Taggelder je nach Anfall dazu.

Auf der unteren Seite der Skala befinden sich die beiden Wägitaler Gemeinden Innerthal und Vorderthal. Während Innerthal mit seinen 177 Einwohnern dem Gemeindepräsidenten für ein nicht fixes Pensum 6000 Franken vergütet, bezahlt Vorderthal für das oberste Gemeindeamt 10 000 Franken plus Entschädigungen für Kommissionspräsidien und Sitzungsgelder. Vorderthal weist ein Pensum von 25 bis 35 % aus und weist eine Bevölkerung von rund 1000 Personen auf.

So sieht es in den restlichen Gemeinden aus:

Die dazugehörigen Pensen (Innerthal, Reichenburg, Schübelbach und Wangen haben kein fixes Pensum):

Unterschiedliche Spesenabrechnung

Spesen werden in den einzelnen Gemeinden unterschiedlich berechnet. In Altendorf und Galgenen erhalten die Gemeindepräsidenten nichts zusätzlich, in Freienbach und Wollerau rechnet man pauschal, in Reichenburg und Lachen effektiv ab. In Vorderthal ist eine Verpflegungs- und Kilometerentschädigung vorgesehen, in Feusisberg verweist man auf das Reglement.

Gut bezahlte Herr und Frau Bezirksammann

Im Bezirk Höfe verdient die Frau Bezirksammann 63 000 Franken für ein 40 %-Pensum. In den Höfen wohnen 29 123 Personen. In der March wird für ein 35 %-Pensum etwas weniger bezahlt, nämlich 45 500 Franken. Es wohnen 43 221 Menschen im Bezirk March
Insgesamt kommen die Höfner Gemeinden besser weg als diejenigen der March. Dies wohl, weil die Höfe als Geber im Innerkantonalen Finanzausgleich ganz klar besser betucht sind.

Urs Attinger, March24 & Höfe24