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Lachen
23.08.2020

Sturmwarnung hat Trefferrate von 50 Prozent

Die elf Sturmwarnleuchten rund um den Zürichsee warnen Badende und Schiffsführer vor starken Winden. Im Jahr werden im Schnitt 50 bis 80 Warnungen ausgegeben. Prognosen sind jedoch schwierig.

Für Schwimmer und Badende bedeutet eine blinkende Sturmwarnung, dass sie aus dem Wasser gehen sollten. Ein Schiffsführer sollte Schiff und  Mannschaft auf einen Sturm vorbereiten oder zur Sicherheit in den Hafen zurückkehren. Es bedeutet jedoch kein Fahrverbot, denn schliesslich ist jeder für seine eigene Sicherheit verantwortlich.  

Die Wetterentwicklung wird von Meteorologen von MeteoSchweiz beobachtet. Wenn eine Warnung für den Zürichsee ausgegeben wird, gelangt diese zur Zürcher Seepolizei. Diese ist verantwortlich für das Ein- und Ausschalten der insgesamt elf Sturmwarnleuchten rund um den Zürichsee. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt Meteorologe Urs Graf von MeteoSchweiz die Schwierigkeiten von genauen Prognosen.

Für einen «Treffer» muss die Warnung mindestens 30 Minuten vor Eintreffen der ersten Windböe von mindestens 25 Knoten erfolgen, maximal aber drei Stunden davor. Werden diese Zeiten nicht exakt eingehalten, so wird die Warnung als «verpasst» gewertet, wenn sie zum Beispiel erst 28 Minuten vor der ersten Böe erfolgt.  

Zwei Warnstufen

Die Starkwindwarnung wird möglichst frühzeitig ausgegeben und macht auf die Gefahr des Aufkommens von Sturmwinden ohne nähere Zeitangabe aufmerksam (orangefarbenes Blinklicht, 40 Umdrehungen pro Minute, zu erwartende Windgeschwindigkeiten 46 bis 61 km/h). Die Sturmwarnung kündet unmittelbare Sturmgefahr an und macht auf die Gefahr des Aufkommens von Sturmwinden ohne nähere Zeitangabe aufmerksam (90 Umdrehungen pro Minute, zu erwartende Windgeschwindigkeiten über 61 km/h).

Heidi Peruzzo, MarchHöfe24
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