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Sport
31.07.2020
29.07.2020 16:56 Uhr

So bereitet sich Kryenbühl auf die nächste Saison vor

Das Training abseits des Schnees bestritt Urs Kryenbühl unter anderem im Kraftraum. (Bild zvg)
Skirennfahrer Urs Kryenbühl hat sich nach seiner emotionalen letzten Saison und dem direkten Aufstieg vom B-Kader in die Nationalmannschaft in den letzten vier Monaten gezielt auf den nächsten Winter vorbereitet.

Vom letzten Winter sind den Fans des Unteriberger Skirennfahrers Urs Kryenbühl vor allem zwei Ereignisse im Kopf hängengeblieben. Am 28. Dezember fuhr er in der Abfahrt von Bormio mit einer beherzten Fahrt auf das erste Podest seiner noch eher jungen Karriere – Platz zwei war es am Schluss. Am 14. Januar war die Gefühlslage genau umgekehrt: Der 26-Jährige stürzte im Abfahrtstraining auf der legendären Lauberhornpiste im Berner Oberland und zog sich einen Anriss des Syndesmosebands am rechten Sprunggelenk zu.

Nach einer achtwöchigen Rennpause konnte Urs Kryenbühl dann in der letzten Abfahrt der Saison in Kvitfjell mit der Startnummer 2 auf die Piste und holte mit Rang 19 das drittbeste Ergebnis seiner Karriere.

Gutes Training

Bereits sind seit dem letzten Rennen vier Monate vergangen, die auch bei den Spitzensportlern wegen der Corona-Pandemie ihre Spuren hinterliessen. So trainierte Urs Kryenbühl mehrheitlich zu Hause. Praktisch täglich war er im eigenen Kraftkeller im Mehrzweckhaus Baumeli in Unteriberg anzutreffen. Neben der harten Arbeit im Kraftkeller, während der es einen drei- bis vierwöchigen Kraftausdauerblock zu bestreiten galt, trainierte Urs Kryenbühl vor allem auf dem Rennvelo und dem Bike und ging öfters joggen.

Ab auf Schnee

Nach den vielen Wochen der harten Konditionsarbeit einerseits im Kraftkeller und anderseits auf dem Bike oder zu Fuss geht es Anfang August in Zermatt zum ersten Mal auf den Schnee. Geplant sind zehn Tage, von denen je nach Witterung und Voraussetzungen her etwa eine Woche Skitraining angesagt ist. Danach folgen abwechslungsweise etwa einwöchige Schneetrainings in Saas Fee oder Zermatt und einwöchige Trainings zu Hause. Etwa im Oktober ist ein Schneetraining auf der Diavolezza vorgesehen. «Wegen Corona ist aber alles noch ein wenig unsicher», so der Spitzenathlet.

Trotz aller guten Resultate der letzten Saison und des guten Trainings ist Kryenbühl bewusst, dass die interne Konkurrenz mit grossen Namen wie Beat Feuz, Carlo Janka, dem Pfäffiker Mauro Caviezel oder auch Niels Hintermann nach wie vor enorm stark ist. «Ich muss bereit sein, wenn ich gegen sie bestehen will», sagt er klar, ergänzt aber: «Das Wichtigste für mich ist, mal verletzungsfrei durch einen ganzen Winter zu kommen.»

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Konrad Schuler und Lars Morger, Redaktion March24/Höfe24