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Digital
29.07.2020

«Ich habe mein Handy nicht immer dabei»

Die Meinungen zur SwissCovid-App sind auch unter den Schwyzer Promis verschieden.
An der SwissCovid-App scheiden sich die Geister. Wie sieht es in March und Höfen aus? Haben Politiker und Sportler diese App auf ihrem Handy installiert?

In March und Höfen haben wir Persönlichkeiten zu ihrer Nutzung der SwissCovid-App befragt: Frau Landammann Petra Steimen (FDP) aus Wollerau hat die App: «Ich habe die SwissCovid-App installiert, weil sie helfen kann, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.» Auch der Schübelbachner Gemeindepräsident Othmar Büeler (SVP) hat gute Erfahrungen gemacht. Man bemerke sie gar nicht, «ausser man fährt ins nahe Ausland, dann meldet sich die App, weil sie dort nicht mehr funktioniert», schreibt er.

Für Simon Elsener (Rapperswil Zürichsee Tourismus und Einsiedeln-Ybrig-Zürichsee AG) ist die Nutzung ein «selbstverständlicher, persönlicher Beitrag zur Stabilisierung der aktuellen Lage». In diesen Tenor stimmen Daniel Hüppin (SP, Gemeindepräsident Wangen) und Beachvolleyballerin Tanja Hüberli aus Reichenburg ein: «Wir müssen alles daran setzen, das Virus einzudämmen.» Es gehe vor allem darum, andere zu schützen.

Auch Nico Georgiadis (Schach-Grossmeister,Schindellegi) hat die App installiert: «Datenschutzbedenken habe ich keine, auf sozialen Netzwerken gibt man unbewusst viel mehr von sich preis, und man weiss dort überhaupt nicht, wer diese Daten alles zu Gesicht bekommt und für seine Zwecke nutzt», betont er.

Zauberer Peter Marvey aus Feusisberg ist ein Nutzer der ersten Stunde: «Bereits in der ersten Nacht hatte ich die App heruntergeladen. Wegen der Globalisierung – von der auch ich profitiere – kann sich das Virus viel rascher ausbreiten.» Er sei überrascht, dass nicht alle Schweizer mitmachen, sich aber rege auf WhatsApp und Facebook tummeln. Daher redet er Klartext: «Vertraut der SwissCovid-App! Wenn Ihr jemandem nicht traut, dann bitte dem Zauberer!»

Noch nicht installiert

Vier Personen reagierten auf die Frage nach der Installation der SwissCovid- App negativ, darunter Schwinger Reto Nötzli aus Pfäffikon: «Zum einen habe ich mein Handy nicht immer dabei, zum anderen bin ich beruflich oft alleine unterwegs, daher ist für mich die App nicht so wirksam.» Auch Neo-Regierungsrat Herbert Huwiler (SVP, Freienbach) schreibt: «Bisher habe ich die App nicht installiert. Falls die Fallzahlen wieder stark zunehmen sollten, ziehe ich das in Betracht.» Musiker Carlo Brunner wartet ebenfalls noch zu: «Wenn ich mich in Gefahrenzonen bewegen würde, dann installiere ich sie sofort», schreibt er.

Martin Wipfli (FDP, Gemeindepräsident Feusisberg) hat die App noch nicht auf seinem Handy, betont aber: «Ich halte mich strikte an alle anderen Vorschriften und nehme an keinen Grossveranstaltungen teil oder begebe mich nicht in geschlossene Räume mit zu vielen Menschen.»

Über eine Million aktive Nutzer

Die SwissCovid-App steht seit dem 25. Juni in der endgültigen Form zum Download bereit. Am letzten Wochenende waren knapp 1,2 Mio. SwissCovid-Apps aktiv, heruntergeladen wurde das Programm schon über zwei Millionen Mal.

Wird ein Nutzer der SwissCovid positiv auf das Coronavirus getestet, erhält diese Person von den kantonalen Behörden einen sogenannten Covid-Code. Dadurch warnt die Person andere App-Nutzer, mit der sie während der Ansteckungsphase in engem Kontakt stand. Eine benachrichtigte Person erfährt zwar nicht, von wem die Meldung stammt. Dennoch kann es sein, dass sich jemand anhand des Datums an die Person und den Kontakt erinnern kann.

Heute vor einer Woche wurden 18 «Covid-Codes» in der App eingegeben, am letzten Mittwoch waren es elf.

Patrizia Baumgartner, March24/Höfe24