Home Region In-/Ausland Sport Agenda Magazin
Kanton
27.07.2020

Spital-Mitarbeiterin an Corona erkrankt

Eine Ferienrückkehrerin trug das Coronavirus an ihren Arbeitsplatz im Spital Schwyz. Mehrere Mitarbeiter einer Abteilung mussten in Quarantäne. Man kam mit einem blauen Auge davon.

Die Sommerferien machen sich bemerkbar – und mit ihnen erneut Covid-19. Doch wer per Flugzeug, Auto oder Car den Arbeitsplatz für einige Wochen verlässt, muss irgendwann auch wieder zurück. Und bringt dann statt typischer Ferienmitbringsel vielleicht ein sehr gefährliches Souvenir mit: das Coronavirus.

So passiert im Spital Schwyz. «In der vorletzten Woche wurde eine im Spital Schwyz arbeitende Person positiv auf Sars-CoV 2 getestet. Diese Person war davor drei Wochen im Urlaub, die erste Woche in einem Risikoland und danach zwei Wochen in einem anderen Land, welches nicht als Risikoland eingestuft ist», bestätigt Franziska Föllmi, Direktorin des Spitals Schwyz.

In Selbstisolation habe sich die Angestellte nicht begeben müssen. «Es bestand zum Zeitpunkt der Rückreise in die Schweiz keine Quarantänepflicht», führt Föllmi aus. Dies, weil die nachfolgenden zwei Wochen – also über zehn Tage – in einem anderen, nicht gelisteten Land verbracht wurden. Folglich durfte die Person nach ihren Ferien rechtmässig und ohne Einschränkungen wieder zur Arbeit.

Rückkehr mit fatalen Folgen

Auch wenn der Angestellten, was die Schutzvorkehrungen angeht, nichts vorgeworfen werden kann, so hatte ihre Rückkehr in das Spital Schwyz dennoch fatale Folgen. Wie sich erst später herausstellte, hatte sie sich in den Ferien mit Corona infiziert.

«Wie bei allen Personen mit positivem Test erfolgte nach Bekanntwerden eine unmittelbare Rückverfolgung der Kontakte im Haus, was zur Folge hatte, dass mehrere Personen in heimische Quarantäne mussten», gibt Föllmi zu. Welche Abteilung dies betraf, wie viele Mitarbeitende involviert waren und welche Auswirkungen der Vorfall hatte, behält die Direktorin für sich.

Gerüchten zufolge soll es sich jedoch um die hausinterne Reinigung gehandelt haben. Ein Informant will wissen, dass mindestens sechs Mitarbeitende dort isoliert worden seien. Föllmi ihrerseits bestätigt dies weder, noch dementiert sie es. Sie verweist lediglich auf das umfassende Schutzkonzept, das «angemessen» sei und «funktioniert» habe. Und sie stellt fest: «Das Spital Schwyz hat bis heute keinen einzigen Fall einer Ansteckung im Haus.» So habe «die Testung der vom Tracing betroffenen Mitarbeitenden inzwischen ergeben, dass keine weiteren Personen angesteckt wurden».

Angesteckte Person habe keine Patienten gefährdet

Gefahr für die Patienten im Spital Schwyz bestand laut Föllmi keine: «Die infizierte Person hatte keinen Patientenkontakt.» Grundsätzlich trügen im Spital Schwyz sämtliche Mitarbeitenden und Besucher Maske. Der Zugang zum Spital sei nach wie vor limitiert und unterliege einer Kontrolle.

Anja Schelbert