Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Region
24.11.2022

Brot wird teurer

In den Gemeinden rund um den Zürichsee steigen die Strompreise. Das hat auch Auswirkung auf den Brotpreis. (Symbolbild)
In den Gemeinden rund um den Zürichsee steigen die Strompreise. Das hat auch Auswirkung auf den Brotpreis. (Symbolbild) Bild: Goldküste24
Viele Bäckereien geraten unter Druck, weil die Rohstoff- und Strompreise steigen. Auch die Konsumenten sind betroffen.

In Glattfelden zahlt man 2023 39,1 Rappen pro Kilowattstunde, in Horgen 34,6, wie die Zürichsee-Zeitung berichtet. Diese massiven Preiserhöhungen treffen nicht nur Privathaushalte, sondern auch Unternehmen in der Gegend.

In Horgen werden überwiegend Elektroöfen benutzt, diese benötigen enorm viel Strom. Die Bäcker rechnen dort, je nach Betriebsgrösse, mit Mehrkosten von mehreren Tausend bis Zehntausend Franken.

Doch nicht nur die steigenden Energiepreise bereiten den Bäckereien am Zürichsee Sorgen, auch andere Preisentwicklungen verschärfen die Situation in den Backstuben.

Die laufenden Kosten erhöhen sich stetig. Praktisch jede Woche meldet ein Dienstleister oder Lieferant eine neue Preiserhöhung. Einmal betrifft der höhere Preis die Eier, die Hefe, dann wieder die Reinigungs- oder Entsorgungsfirma. Doch auch die Mehl- und Verpackungspreise sind heftig gestiegen.

Existenzbedrohung ist sichtbar

Die aktuelle Lage kann schnell zu einer existenzbedrohenden Situation führen. So müssen die Kosten auf den Konsumenten abgewälzt werden, sonst laufen die Bäckereien Gefahr, Konkurs zu machen. Inzwischen kostet das Pfünderli an manchen Orten 10, die Wähe 30 Rappen mehr. Der Preiszuschlag liegt aber immer noch im einstelligen Prozentbereich.

Die Konsumenten nehmen die Preiserhöhung verständnisvoll an, weil sie die Situation verstehen.

Die Bäckereien stehen unter Zugzwang und müssen die Brotpreise bis Anfang Januar im Schnitt um etwa neun bis elf Prozent anheben.

Patricia Rutz/Goldküste24