Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Feusisberg
24.11.2022

Trainingsgerät für Senioren ist auch für Schüler geeignet

Bild: Patrizia Baumgartner
Die Primarschule Feusisberg-Schindellegi geht neue Wege und setzt den Dividat Senso im Unterrichtsalltag ein.

Die Schindellegler Firma Dividat widmet sich eigentlich Senioren und der Prävention von Stürzen. Unterdessen brachte die Schwägerin der Firmengründerin jedoch eine komplett neue Altersgruppe ins Spiel – Primarschüler! Erste Tests in Feusisberg und Schindellegi zeigen positive Effekte. Die Auswirkungen des kognitiv-motorischen Trainings bei Schülern werden nun auch im Rahmen einer ETH-Studie genauer untersucht.

Spielen anstatt Medikamente

Die ausgebildete Primarlehrerin Julia van het Reve absolvierte zusätzlich ein Studium zur Heilpädagogin. In ihrer Masterarbeit wollte sie sich mit Alltags-Schwierigkeiten von Lehrpersonen befassen und zeigen, dass Exekutivfunktionen trainierbar sind. Zum Beispiel mit dem Dividat Senso (siehe Foto).

«Wir überlegten uns, dass es sinnvoll wäre, solche Übungen in den Schulalltag zu integrieren», sagt Dividat-Firmengründerin Eva van het Reve. Nach vielen kritisch-interessierten Fragen erklärte sich die Primarschule Feusisberg-Schindellegi bereit, eine Fokusgruppe zu stellen sowie an Studien teilzunehmen. Natürlich nur mit dem Einverständnis der Schüler und ihrer Eltern.

ETH-Studie läuft

Um die Auswirkungen des Senso-Trainings auf Primarschüler genauer zu untersuchen, lancierte Corinne Russi aus Wangen im Rahmen ihrer ETH-Masterarbeit eine Studie. Die Viert- und Fünftklässler von Feusisberg und Schindellegi nehmen freiwillig daran teil. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine trainiert zwei Mal pro Woche zehn Minuten lang auf dem Dividat Senso, die Kontrollgruppe macht nichts zusätzliches.

Die Lehrpersonen aus Schindellegi und Feusisberg sind sich einig: Sie würden das Training auf dem Senso gerne in die Schulhauskultur aufnehmen und die Schüler individuell begleiten. «Sie sind sehr motiviert für das spielerische Training», betont Felicitas Gassner. Auch bei den Lehrpersonen, die den Senso testeten, kam das Training gut an, da die Spiele auf dem eigenen Level starten und immer schwieriger werden.

Patrizia Baumgartner, March24&Höfe24