Home Region In-/Ausland Sport Agenda Magazin
Altendorf
03.07.2020

Coronakrise hinterlässt Spuren beim Ferienpass March

Isabelle Lenggenhager ist seit etlichen Jahren für die Organisation des Ferienpasses March zuständig und bringt viel Erfahrung mit. Dieses Jahr musste aber wegen der Coronasituation anders geplant werden, als früher.

Die Corona-Krise ging wohl auch am Ferienpass nicht spurlos vorbei, was war dieses Jahr anders?

Normalerweise geht Mitte April das Ferienpass-Programmheft in den Druck. Zu diesem Zeitpunkt war aber noch gar nicht absehbar, ob der Ferienpass überhaupt stattfinden kann. Um nicht auf fast 4000 Programmheften zu sitzen, aber auch um Kosten zu sparen, haben wir auf den Druck des Programmhefts verzichtet. Die Kursausschreibungen sind nur online einsehbar.

Neben dem Notfallkonzept gibt es dieses Jahr auch ein Schutzkonzept für den Ferienpass. Dieses haben wir nun schon zum dritten Mal angepasst.

Welche Änderungen gab es bezüglich des Programms?

Es gab schon einige Absagen, alle nachvollziehbar. Insgesamt mussten wir auf 19 Kursangebote verzichten. Sechs davon haben wir mit anderen Aktivitäten ersetzt, so dass sicher genügend Kursplätze vorhanden sind.

Wie sieht es mit den Anmeldungen aus?

Die Anmeldungen sind zu Beginn recht zögerlich eingegangen. Inzwischen sind wir bei etwas über 800 Anmeldungen, normalerweise sind es um die 1000. Aber nun kommen doch täglich neue dazu.

Was bereitet Ihnen am Ferienpass besonders viel Freude, dass Sie ihn Jahr für Jahr wieder organisieren?

Die Freude der Kinder in den Angeboten, die Zusammenarbeit im OK-Team aber auch mit den Kursleitern und Gemeinden. Zudem ist der Ferienpass extrem vielfältig und lässt mich auch immer wieder neue Bereiche und Aktivitäten kennenlernen.

Was hat sich seit Ihrer Anfangszeit beim Ferienpass verändert?

Als ich 2001 zum Ferienpass gestossen bin, hatten wir bereits ein einfaches Zuteilungsprogramm, was damals sehr fortschrittlich war. Doch eigentlich waren dessen Fähigkeiten bescheiden, im Vergleich, was die heutige Ferienpasssoftware kann. Der Bereich der Digitalisierung des Ferienpasses hat sich über die Jahre stark weiterentwickelt. Gestiegen ist auch das Sicherheitsbedürfnis der Eltern aber auch von uns. Damit die Abläufe im Krisenfall laufen, haben wir seit 2008 ein Notfallkonzept für den Ferienpass.

Und bei den Angeboten?

Von den Ferienpass-Angeboten her fällt der Unterschied in der Vielfältigkeit der Kursangebote, aber auch in der Dauer auf. Bastelkurse waren 2001 im Programmheft noch viel stärker vertreten als heute. Die Kursdauer war mehrheitlich um die zwei Stunden. Halbtages- und Ganztageskurse waren ein paar wenige vorhanden, Wochenangebote gab es keine. Im aktuellen Ferienpass haben wir mit MoveYourSummer, Zirkusfarm Stärnäwäg und dem Abenteuer Hütten bauen drei Wochenangebote. 

Was ist Ihr Ziel für die nächsten Jahre?

Den Ferienpass noch eine Zeit lang weiter zu führen und ihn dann in andere Hände übergeben zu können.

Nina Gubler, March24