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Gesundheit
24.09.2022

Pilzsammler Achtung!

Beim Tox Info Suisse (145) sind dieses Jahr schon 129 Notrufe eingegangen.
Beim Tox Info Suisse (145) sind dieses Jahr schon 129 Notrufe eingegangen. Bild: Pixabay
Es ist Pilzsammelzeit – doch aufgepasst! Pilze können auch giftig und zu schweren Pilzvergiftungen führen, die einen mehrtägigen Aufenthalt auf einer Intensivstation nach sich ziehen.

129 Notrufe sind so viele wie nie im gleichen Zeitraum der Vorjahre. Wie die Zürichseezeitung berichtet, betrafen die Anfragen vorwiegend Röhrlinge. Sie werden oft verwechselt. Und in diesem Jahr geschieht das besonders häufig. Manchmal waren die Pilzvergiftungen so schwerwiegend, dass die betroffenen Menschen hopitalisiert werden mussten.

In Horgen sind laut der Zürichseezeitung bisher zwei Menschen auf der Intensivstation wegen einer Pilzvergiftung behandelt worden. So eine Behandlung ist nicht ohne, dass sie manchmal einen zwei- bis dreitägigen Intensivstationsaufenthalt notwendig macht.

Giftigkeit nicht zu unterschätzen

Im Krankenhaus wird Aktivkohle zur Neutralisierung der Pilze verwendet. Manchmal wird auch zusätzlich eine Magensonde gelegt. Je nach Giftigkeit des Pilzes werden ein Gegengift und Medikamente verabreicht, damit kein Leberversagen eintreten kann. Die Leberwerte und der neurologische Zustand werden ständig überwacht. Bei ganz argen Vergiftungen kann eine Lebertransplantation nötig werden.

Das trifft zum Glück sehr selten zu. Guten Dienst leistet der Notruf des Tox Info Suisse, dort arbeitet rund um die Uhr ärztliches Personal, dass rasch reagiert, wenn es einen Verdacht für eine Vergiftung gibt. Tox Info Suisse ist kostenlos.

Nicht immer ist es einfach, um zu sehen, ob ein Pilz giftig ist. Bild: Goldküste24

Pilzkontrolle aufsuchen!

Schützen kann man sich vor einer Pilzvergiftung, indem man konsequent die Pilzkontrollstelle in der Region aufsucht, wo unzählige erfahrene Pilzfachleute sofort den gesammelten Pilz erkennen.

Trotz des trockenen Sommers, wie die Zürichseezeitung berichtet, herrschte bis vor kurzem eher feucht-warmes Septemberwetter, was eine enorme Pilzschwemme auslöste. Es gibt immer wieder Pilzsuchanfänger/innen, die wenig Erfahrung im Sammeln von Pilzen haben. Manchmal ist das Körbchen dieser Menschen dann voll von vielen Pilzen, die überreif, alt, ungeniessbar oder giftig sind.

Darum sollten gerade Anfängerinnen und Anfänger ihre Pilze von einer amtlichen Kontrollstelle prüfen lassen. 

Pilzkontrollen Kanton Schwyz

Gemäss www.vapko.ch (Schweiz. Vereinigung Amtlicher Pilzkontrollorgane) existiert im Kanton Schwyz nur noch in Küssnacht eine amtliche Pilzkontrollstelle. Wer in Ausserschwyz seine Pilze Fachleute zeigen möchte, muss auf Gemeinden in den Nachbarkantonen ausweichen. Auf der Website der VAPKO lässt sich mittels Suchmaske die nächste Kontrollstelle suchen. 

Patricia Rutz, Goldküste24/Höfe24&March24