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Auto & Mobil
28.06.2020
26.06.2020 15:55 Uhr

«Aus Fehlern in Ausserschwyz nichts gelernt»

Der Verkehrs-Club der Schweiz VCS, Sektion Schwyz, kritisiert den Fahrplanentwurf.

Im Rahmen des Fahrplanverfahrens hat sich die Sektion Schwyz des VCS die neuen Fahrpläne genau angeschaut. Nebst Lob für die neue Linienführung der Buslinien im Talkessel von Schwyz erntet der Fahrplanentwurf auch klare Kritik vom Umweltverband.

«Zukunftsweisende Strategie fehlt»

Einmal mehr habe man «eine zukunftsweisende Bahnstrategie im Kanton Schwyz vermissen lassen», heisst es. Und offensichtlich sei «aus den Fehlern der Vergangenheit in Ausserschwyz nichts gelernt» worden, so die deutlichen Worte.

Viel Lob findet das neue Talkessel-Buskonzept, denn dieses biete einen spürbar dichteren Takt und dank der Durchmesserlinien auch mehr Direktverbindungen. So wird etwa der Linie 501, die Arth neu direkt via Schwyz und Muotathal verbindet, ein «grosses Potenzial» attestiert.

Halbstundentakt Innerschwyz–Ausserschwyz

Uneingeschränkt begrüsst wird auch der neue Halbstundentakt von Schwyz nach Sattel und Biberbrugg, der zusätzlich die Verbindungen Richtung Ausserschwyz verbessert.

Um einiges kritischer wird das Bahnangebot beurteilt. «Arth-Goldau wird als Knotenpunkt im nationalen Verkehr zwar spürbar aufgewertet, im Regionalverkehr bleibt der grosse Sprung nach vorne jedoch aus.» Die Verbindungen zwischen Arth-Goldau und Rotkreuz sollen neu alle mit dem Bus sichergestellt werden, was gegenüber heute teils «massiv» längere Fahrzeiten mit sich bringt. So schafft der Regionalzug von Arth-Goldau nach Rotkreuz die Strecke in 14 Minuten, «der als Schnellbus angepriesene Ersatzverkehr braucht dafür jedoch gut und gerne 23 Minuten». Noch schlechter sei die Lage für Immensee, wo der Zug für die Strecke von Rotkreuz heute 6 Minuten brauche, der «Schnellbus» künftig mit 16 Minuten deutlich mehr als doppelt so lange.

«Der Schnellbus ist eine Schnecke», urteilt dazu der VCS Sektion Schwyz und verlangt stattdessen ein Konzept mit regelmässigem Regionalverkehr auf der Schiene zwischen Arth-Goldau und Rotkreuz. Dazu müsse der Kanton Schwyz aber Regionalzüge bestellen und bei den SBB auf die Bedürfnisse nach schnellen regionalen Verbindungen pochen, «statt sich vom Intercity- und Güterverkehr einmal mehr verdrängen zu lassen».

Redaktion March24/Höfe24