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Gesundheit
01.10.2022

So gesund sind Äpfel wirklich

Die gesunde Alternative zu Schoggi: der Apfel.
Die gesunde Alternative zu Schoggi: der Apfel. Bild: Urs Attinger
Statt Schokolade zu naschen wird als gesünderer Ersatz oft der Apfel empfohlen. Doch wie gesund ist die süsse Frucht denn wirklich? Eine Ernährungsexpertin gibt Auskunft.

Einen Apfel kann man derzeit mit besonders gutem Gewissen geniessen, denn die Sonne und die warmen Temperaturen der vergangenen Wochen haben für eine besonders grosse und gute Ernte gesorgt.

Mit seinen 60 Kalorien pro 100 Gramm hilft diese Frucht nicht nur beim Abnehmen, sondern saniert laut Ernährungsberaterin Nadia Bächli auch noch die Darmflora. Dies aufgrund der Vitamine C und E sowie dem Spurenelement Eisen, dem Mengenelement Magnesium und den Ballaststoffen.

Bitte nicht schälen

Die Expertin empfiehlt, die Apfelschale jeweils mitzuessen. Dies, weil sich darin oder direkt darunter rund 70 Prozent der Vitamine befänden. Ausserdem enthalte die Schale die verdauungsfördernden Ballaststoffe.

Ausserdem sollte die Frucht ganz gegessen und nicht als Saft getrunken werden. Wer den Apfel jedoch lieber als Getränk mag, achte darauf, dass er oder sie zum naturtrüben oder möglichst wenige verarbeiteten Bio-Apfelsaft greift – alles andere ist nämlich sehr zuckerhaltig und ungesund.

Die Qual der Wahl

Wer vor der Früchteausgabe steht, hat oft die Qual der Wahl. Welcher Apfel schmeckt eher süss, welcher sauer und welcher eignet sich für die Apfelwähe oder das Mus?

Golden Delicious
Wer wegen der Süsse zum Apfel greift, ist mit dem Golden Delicious gut bedient. Die 1890 in den USA entdeckte Apfelsorte auch bei Herstellern für Babynahrung beliebt – dies wegen ihres geringen Säuregehalts, der für einen milden Geschmack sorgt.

Gala
Die optisch wohl am schönsten wirkende Apfelsorte wurde 1934 in Neuseeland gezüchtet, ist das ganze Jahr im Angebot und ist in der Schweiz laut SRF die beliebteste Apfelsorte. Im Vergleich zu den anderen Sorten hat der süsse Gala-Apfel viel Zucker und wenig Säure.

Braeburn
Ebenfalls aus Neuseeland kommt die Sorte Braeburn. Sie wurde 1950 entdeckt. Der Braeburn-Apfel gehört zu den Vitamin-C-reichsten Sorten und verfügt über einen leicht säuerlichen Geschmack. Da das Fruchtfleisch nach dem Anschneiden nur langsam braun wird, eignet sich dieser Apfel gut zum Verarbeiten in der Küche – und schmeckt auch vorzüglich als Wähe.

Diwa
Die Apfelsorte Diwa ist eine Schweizer Züchtung. Sie wird fast ausschliesslich in der Ostschweiz angebaut. Ihr Fruchtfleisch ist fest, saftig und sehr fruchtig im Geschmack. Der Diwa-Apfel eignet sich sowohl für den frischen Verzehr als auch in der Küche.

«In den sauren Apfel beissen»

Diese Redewendung kommt daher, dass Äpfel zum stark gespritzen Obst gehören. Viele Äpfel sind nämlich Parasiten und Pilzkrankheiten ausgesetzt. Deshalb unbedingt dran denken: Vor dem Verzehr die Frucht immer gut mit Wasser abwaschen. So können Schädlings– und Krankheitserreger keine Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Wer auf Nummer sicher gehen und keine Chemikalen auf dem Apfel haben will, sollte auf Bio setzen. Da sind synthetische Pestizide nämlich verboten.

Erika Unternährer, March24 & Höfe24