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Gesundheit
02.10.2022
05.09.2022 09:41 Uhr

94 Prozent der Kinderlebensmittel zu süss oder zu fettig

21 Prozent der 10- bis 19-Jährigen in der Schweiz sind von Übergewicht betroffen.
21 Prozent der 10- bis 19-Jährigen in der Schweiz sind von Übergewicht betroffen. Bild: Keystone // Martin Ruetschi
Eine Allianz von drei Konsumentenschutzorganisationen prüfte 344 verschiedene Kinderlebensmittel diverser Lebensmittelketten – mit erschreckendem Ergebnis.

Die Allianz hat eine Markterhebung von drei Konsumentenschutzorganisationen gemacht – mit alarmierenden Ergebnissen. So sind insgesamt 94 Prozent der Kinderlebensmittel auf dem Schweizer Markt zu süss, zu salzig oder zu fettig.  

Wie die Markerhebung hervorbrachte, würden die Produkte im Durchschnitt zu fast einem Drittel aus Zucker bestehen. Lediglich 20 Produkte auf dem Markt würden die Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO erfüllen. Beworben werden dürfen jedoch alle Produkte.

Werbeverbot und verbindliche Massnahmen gefordert

Dagegen will die Allianz der Konsumentenschutzorganisationen vorgehen. Gemeinsam fordern sie unter anderem, dass nur jene Kinderprodukte beworben werden dürfen, welche den WHO-Richtlinien für ausgewogene Lebensmittel entsprechen.

Eine weitere Forderung geht an das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV): Sie sollen von freiwilligen Massnahmen wegkommen und von der Lebensmittelindustrie verbindliche Anstrengungen verlangen.

Produkte diverser Lebensmittelanbieter analysiert

Wie die WHO im Mai dieses Jahres berichtete, seien in der Schweiz 23 Prozent der 5- bis 9-Jährigen von Übergewicht betroffen. Bei den 10- bis 19-Jährigen seien es 21 Prozent. Im Vergleich zu Europa mit 30 respektive 25 Prozent liegt die Schweiz allerdings noch unter dem Durchschnitt.

Übergewicht im Kanton Schwyz

2021 erhob das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) Zahlen betreffend BMI-Wert (Body-Mass-Index) von Schulkindern im Kanton Schwyz erhoben. Die Daten zeigen, dass sich deren BMI gegenüber den Vorjahren über der Norm befindet (6,7 Prozent im Vergleich zu 6,3 Prozent im Jahr 2020). Vergleichbar seien die Zahlen aber erst, wenn der offizielle Bericht erschiene, betont Obsan.

Erika Unternährer, March24 & Höfe24