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30.08.2022

Zulassung für Impfung auch gegen Omikron

Zulassung für Impfstoff auch gegen Omikron-Varianten: Hauptsitz von Swissmedic in Bern. (Archivbild)
Zulassung für Impfstoff auch gegen Omikron-Varianten: Hauptsitz von Swissmedic in Bern. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat den ersten bivalenten Covid-19-Booster-Impfstoff gegen zwei Coronavirus-Varianten zugelassen. Die Auffrischimpfung von Moderna zeigte in Studien höhere Antikörper-Konzentrationen gegen die Omikron-Varianten.

«Spikevax Bivalent Original/Omicron» ist befristet zugelassen, wie Swissmedic gestern Montag mitteilte. Die Impfung enthält Boten-Ribonukleinsäure (mRNA) sowohl gegen das Spikeprotein der Wuhan- als auch gegen jenes der Omikron-Varianten des Coronavirus.

Die Impfung erfolgt mittels einer Injektion von 0,5 Millilitern (50 Mikrogramm) des neu zugelassenen Impfstoffs. Darin sind 25 Mikrogramm des ursprünglichen «Spikevax» von Moderna enthalten. 25 Mikrogramm bestehen aus der mRNA gegen Omikron.

Nach Swissmedic-Angaben ergaben Studien höhere Immunantworten gegen die Omikronvarianten BA.1 und BA.4/5 als beim herkömmlichen Impfstoff.

Nebenwirkungen ähnlich wie bei Verabreichung der zweiten Impfdosis von Moderna

Die in der Antikörperkonzentration gemessene Schutzwirkung des bivalenten Impfstoffs entspricht gemäss Swissmedic wieder jener des ursprünglichen Präparats «Spikevax» gegen das Sars-Cov-2-Virus des Wuhan-Typs. Beim herkömmlichen «Spikevax» lag die Schutzwirkung bei über 90 Prozent.

Die Nebenwirkungen des bivalenten Wirkstoffs sind ähnlich wie nach der Verabreichung der zweiten Dosis des bisherigen Moderna-Impfstoffs: Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit. Neue Sicherheitsprobleme stellte Swissmedic nicht fest.

Wie bei allen neu auf dem Markt gekommenen Arzneimitteln müssen die Zulassungsinhaber des Impfstoffs Swissmedic weiterhin Informationen über Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität zukommen lassen. Das Heilmittelinstitut überwacht die Impfstoffe in In- und Ausland sehr eng.

Keystone-SDA