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Sport
14.05.2022

Unterwegs mit der Leistungssportgruppe des Seeclubs Richterswil

Der Doppelvierer mit dem Feusisberger Constantin Feuerstein (im Heck im weissen T-Shirt) nimmt vor der Ufnau mächtig Fahrt auf.
Der Doppelvierer mit dem Feusisberger Constantin Feuerstein (im Heck im weissen T-Shirt) nimmt vor der Ufnau mächtig Fahrt auf. Bild: Daniel Koch, Redaktion March24 & Höfe24
In der Leistungssportgruppe des Seeclubs Richterswil trainieren Jugendliche bis zu sieben Mal in der Woche. Ziel ist es, sie an erste nationale Erfolge heranzuführen. Der akkurat ausgeführte Bewegungsablauf ist immens wichtig.

Als Laie mit dem Rudersport konfrontiert, denkt man unweigerlich an Männer und Frauen mit mächtig Schmackes in den Oberarmen. Dieser Eindruck stimmt mit den tatsächlichen Anforderungen an die einzelnen Muskelgruppen allerdings kaum überein. Entscheidend für das rudertechnische Vorankommen ist in erster Linie die Rumpfmuskulatur. Alle Kraft, die von den Beinen dort ankommt, muss auch aufgenommen und weitergeleitet werden können, damit sie nicht verpufft. Die Kraft aus den Armen kommt im Bewegungsablauf des Ruderschlags hingegen erst ganz am Schluss ins Spiel.

So erklärt es Luca Messmer, J+S-Leiter in der Leistungssportgruppe des Seeclubs Richterswil. Sein Credo: «Mit den Beinen kann man nur so viel drücken, wie im Rumpf gehalten werden kann.» Deshalb verbringen die jungen Rudertalente nicht wenige Stunden beim Krafttraining und stärken insbesondere die Bauch-, Rücken- und Gesässmuskulatur. Um einer Überbeanspruchung des jugendlichen Körpers vorzubeugen, wird laut Messmer oft auch nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. 

Adrian Schmid gibt den Jungs unmissverständliche Anweisungen. Bild: Daniel Koch, Redaktion March24 & Höfe24

Der Aufwand ist immens

Zurzeit trainieren die künftigen Rudercracks bis zu sieben Mal (!) in der Woche auf dem See. «Am Freitag haben sie Pause, dafür gibt es am Samstag zwei Trainingseinheiten», sagt Esther Baumann, Chefin Jugend- und Leistungssport. Der Aufwand, den die zehn jungen Ruderinnen und Ruderer der Leistungsgruppe betreiben, sei immens. Kein Wunder, gibt es immer wieder Jugendliche, denen das zu viel wird.

«Wir haben es mit zwei Bruchstellen zu tun», sagt Adrian Schmid, Profitrainer und J+ S-Experte. Die eine sei beim Übergang von der Kategorie U17 zu U19. Die Renndistanz erhöht sich dabei von 1'500 auf 2'000 Meter und die Herausforderung wird noch grösser. «Der Rudersport ist trainingsintensiv und nicht einfach zu bewältigen. Einige packen es, die anderen nicht», so Schmid. Die zweite Bruchlinie ortet er beim Übergang von U19 zu U23. Dort steige das Konkurrenzniveau nochmals mächtig an.

Vollständiger Artikel im «March-Anzeiger» und «Höfner Volksblatt» zu lesen (Ausgabe vom Mittwoch).

Daniel Koch, Redaktion March24 & Höfe24