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Auto & Mobil
23.01.2022
20.01.2022 15:16 Uhr

Portale auf A3: Geschwindigkeit wird noch nicht harmonisiert

Sie sind da, aber noch steht nichts drauf: die Portale zur Geschwindigkeitsharmonisierung.
Sie sind da, aber noch steht nichts drauf: die Portale zur Geschwindigkeitsharmonisierung. Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger, Redaktion March24 und Höfe24
Die neuen Anlagen zur Geschwindigkeitsharmonisierung auf der Autobahn A3 zwischen Zürich-Wollishofen und Pfäffikon müssen noch justiert werden, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) mitteilt.

Sonntagabend, der dichte Verkehr auf der Autobahn A3 Richtung Zürich wird langsamer. Immer wieder beschleunigt ein Wagen, schliesst auf den Vorausfahrenden auf, muss abbremsen. Der Verkehr beginnt zu stocken. Eigentlich sollte die Höchstgeschwindigkeit aufgrund des hohen Verkehrsaufkommen reduziert werden. Aber die Signalportale, die alle Kilometer die Autobahn überspannen, sind dunkel.

Bis jetzt ist nichts passiert

Bis Ende 2020 wurden auf dem rund 30 Kilometerlangen Abschnitt der Autobahn zwischen Zürich-Wollishofen und Pfäffikon auf jedem Kilometer Signalportale installiert. «Hauptzweck der Anlage ist die Harmonisierung der Geschwindigkeit», sagte Rolf Eberle, Gesamtprojektleiter Verkehrsmanagement-Infrastruktur beim Astra, im November, als bei der Raststätte Fuchsberg der längste der Signalträger eingehoben wurde. 

Im Mai 2021 hätte dann die rund 24 Millionen Franken teure Anlage in Betrieb genommen werden sollen, wie das Astra Mitte März kommunizierte. Nur: Wie das eingangs erwähnte Beispiel vom Sonntag aber auch andere Erfahrungen während der vergangenen Monate zeigen: Die Signale bleiben dunkel – die Geschwindigkeit wird nicht harmonisiert.

Sie sind da, aber noch steht nichts drauf: die Portale zur Geschwindigkeitsharmonisierung. Bild: Patrizia Baumgartner

Komplexes System ist für das Astra ein Novum

Die baulichen Massnahmen für die Anlagen zur Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung seien abgeschlossen, teilte das Astra mit. «In seiner Art und Komplexität ist dieses System für das Astra jedoch ein Novum», schreibt Julian Räss, Beauftragter Information und Kommunikation beim Astra, auf Anfrage. «Mit unseren Partnern arbeiten wir noch an den Einstellungen und der Kalibrierung der Anlagen.»

Ein Teil dieser Justierung erfolge in Blindbetrieb. Das heisst, dass die Anlagen zwar in Betrieb sind, jedoch die Signale nicht geschaltet werden. «Bis zum Abschluss der Feinjustierung ist es daher immer wieder möglich, dass die Geschwindigkeit nicht reduziert wird, auch wenn es angesichts des Verkehrsaufkommens beabsichtigt wäre», so Julian Räss. «Für uns ist es ein wichtiges Anliegen, nur einwandfrei funktionierende Anlagen definitiv in Betrieb zu nehmen, so dass diese von den Verkehrsteilnehmenden von Beginn an und bestmöglich akzeptiert werden.»

Hans-Ruedi Rüegsegger, Redaktion March24 und Höfe24