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14.01.2022

Im Dienst gegen die Glätte

Ob es auch noch so viel Schnee geben wird wie letztes Jahr? Winterdienst in Feusisberg.
Ob es auch noch so viel Schnee geben wird wie letztes Jahr? Winterdienst in Feusisberg. Bild: Gemeinde Feusisberg
Wie der Winterdienst in den Höfen arbeitet.

Vor einem Jahr schneite es so viel wie schon lange nicht mehr. Dieses Jahr hat es besonders in den Gemeinden Wollerau und Freienbach noch nicht für einen Schneemann gereicht. In Feusisberg und Schindellegi aber hatte der Winterdienst vergangenes Wochenende einiges zu tun.

Mehrmonatiger Pikettdienst

Am Sonntag schneite es intensiv und die Temperaturen erreichten unter null Grad, wodurch das Schmelzwasser sofort gefror. «Es war sehr ‹ häl›», erinnert sich Daniel Schuler, Leiter Werkdienst des Gemeindewerkhofs Feusisberg.

Zusammen mit seinen Kollegen und einem externen Fahrer nach Bedarf ist er für den Werkdienst im Winter verantwortlich. Von November bis April haben die Männer rund um die Uhr Pikettdienst.

Ansprüche nehmen zu

Je nach Wetterverhältnissen gibt es jeden Morgen um 4 Uhr einen Kontrolldurchgang, um die Situation zu beurteilen. Muss gesalzen werden, wird je nach Bedarf zwischen 5 und 20 Gramm Salz pro Quadratmeter gestreut.

Daniel Schuler und sein Team sind in der Gemeinde für die beiden Dörfer und die Gemeindestrassen zuständig. Dafür stehen ihnen in ihrem Lager 180 Tonnen Salz zur Verfügung. «Das reicht eigentlich immer.» Wie andere Gemeinden in Ausserschwyz auch, merken die Werkdienstleiter, dass die Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf den Zustand der Strassen zugenommen hat.

«Es gibt viele, die Verständnis zeigen. Tendenziell hat man aber schon den Anspruch, ohne Probleme aus der Tiefgarage zu kommen. Man hat es eiliger als früher.» Hinzu komme, dass die Gemeinde Feusisberg in den letzten Jahren bevölkerungsmässig stark gewachsen sei. Aktuell stehen die Winterdienstwagen in der Garage. «Das Wetter ist trocken», erklärt Schuler. Salzen sei nicht nötig.

Bis jetzt 130 Tonnen Salz

Auch in der Gemeinde Wollerau sei man täglich mit dem Streuwagen auf Kontrollfahrt, teilt Gemeindeschreiber Thomas Bollmann mit. «Den ganzen Winter von November bis Ende März werden jeweils aufgrund der Wettervorhersagen, bei Schneefall, Reifglätte oder Glättebildung durch Schmelzwasser Kontrollfahrten durchgeführt.» 

Der Salzverbrauch für die Gemeinde Wollerau ist sehr unterschiedlich, wie Bollmann weiter sagt. «Das ist witterungsabhängig. » Aber: «Seit letztem Winter nimmt der Verbrauch eher zu.» Diesen Winter seien bis anhin rund 130 Tonnen Salz verstreut worden.

Salzmenge variiert stark

Das Einsatzgebiet des Winterdienstes der Gemeinde Freienbach erstreckt sich bis ins «Erli» an der St. Meinradstrasse. Dazu gehört auch die Roustelstrasse bis zur Gemeindegrenze Feusisberg und das Gebiet Schwendi.

Den allerersten Einsatz hatten Harry Küchler, Leiter des Werkhofs, und sein Team bereits am 6. November, als insgesamt zehn Kilogramm Salz gestreut werden mussten. Der zweite Einsatz folgte am 26. November mit bereits 930 Kilogramm Salz. «Bis anhin haben wir rund 30 Tonnen verstreut», sagt Küchler.

Die 235 Tonnen Salz im letzten Jahr waren Rekord. Im Vorjahr waren es nur etwa 48 Tonnen und 2019 um die 120 Tonnen. Das variiert also stark.

Orte, wo besonders viel und lang gesalzen werden müsse, seien Brücken, höhere Lagen wie das Erli oder Waldstrassen wie die Roustelstrasse. Auch die Talstrasse an der Grenze zu Altendorf sei ein «Cold Spot» mit früher Eisbildung – trotz der tiefen Lage.

Anouk Arbenz, Redaktion March24 & Höfe24