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Pfäffikon
14.01.2022

«Der Entscheid der Armee ist für uns ein Gütesiegel»

Silvan Engeler, Co-Gründer und Head of Software Engineering der Threema GmbH aus Pfäffikon, bei der Arbeit am Computer.
Silvan Engeler, Co-Gründer und Head of Software Engineering der Threema GmbH aus Pfäffikon, bei der Arbeit am Computer. Bild: Keystone
In der Schweizer Armee ist fortan die Nutzung der Messenger App Threema Pflicht. Die Server befinden sich in der Schweiz, es werden keine Daten gesammelt und die App kostet wenig.

Viele Privatpersonen nutzen bereits die Messenger App Threema für die Kommunikation. Gemäss Threema GmbH, die ihren Sitz in Pfäffikon hat, haben sie bereits zehn Millionen Kunden.

Dazu kommen mehr als 5000 Unternehmen, welche die App Threema Work heruntergeladen haben. Nun will auch die Schweizer Armee die App nutzen.

Server befinden sich in der Schweiz

«Threema ist die meistverkaufte datenschutzfreundliche Chat-App der Welt», sagt Silvan Engeler, Mitgründer und Head of Software Engineering von Threema. 

Silvan Engeler ist Co-Gründer und Head of Software Engineering der Threema GmbH aus Pfäffikon. Bild: Manuel Rickenbacher

Threema Work kostet pro Jahr und pro Nutzer. Dafür befinden sich die beiden Server unabhängig voneinander in der Schweiz. Auf ihnen werden nur die Nachrichten zwischengespeichert und keine Metadaten gesammelt. Von Threema werden also keine Personen- und Netzwerkdaten der Nutzer erhoben, so wie es bei Whatsapp der Fall ist. 

Bezüglich Datenschutz sicherer

Dies hat nun auch die Armee festgestellt. Weil Chat-Apps längst nicht mehr wegzudenken sind aus dem Alltag und sie auch in der Armee Einzug gehalten haben, schreibt diese in Zukunft ihren Angehörigen vor, im Dienst nur noch Threema zu nutzen. 

Threema wirbt mit dem Vorteil, dass man sich anonym an Chats beteiligen kann. Dabei gelte es jedoch zu unterscheiden zwischen Anonymität gegenüber dem Dienstanbieter (Threema) und Anonymität gegenüber anderen Nutzern. Wenn jemand nur mit ihm/ihr bekannten Kontakten kommunizieren möchte, könne er/sie die Option «Unbekannte blockieren» aktivieren. 

Unter dem Strich könnte der Entscheid der Armee sogar eine Signalwirkung haben auf andere Unternehmen, die ihrerseits auf mehr Privatsphäre bedacht sind. «Datenmissbrauch und sorgloser Umgang mit Personendaten gehören mitunter zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit.»

Urs Attinger, Redaktion March24 & Höfe24