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Sport
04.01.2022

Missglückter Start ins neue Jahr für Bobpilot Michael Vogt

Der Start ins neue Jahr ist Michael Vogt im Zweierbob nicht wie gewünscht verlaufen.
Der Start ins neue Jahr ist Michael Vogt im Zweierbob nicht wie gewünscht verlaufen. Bild: Keystone
Der Wangner Bobpilot Michael Vogt schaut auf einen verunglückten Auftritt in Sigulda zurück. In zwei Zweierbob-Rennen kam er nicht in die Top-10, sondern klassierte sich jeweils als 13.

Zweimal Rang 13 im lettischen Sigulda im Zweierbob, das sind nicht die Ergebnisse, die der Wangner Bobpilot als Traumresultate bezeichnen würde. Dies vor allem am Samstag in einem Rennen, in dem das schier Undenkbare geschah. Der jahrelange Dominator Francesco Friedrich verhaute seine Läufe ebenfalls komplett, touchierte nach der besten Startzeit die Bahn mehrfach und kam im ersten von zwei Rennen nicht über den ungewohnten zwölften Rang hinaus. Genau einen Rang vor Michael Vogt.

Experiment ging in die Hosen

Allerdings ist zum Rennen am Samstag hinzuzufügen, dass Vogt nicht mit seinem Standardanschieber Sandro Michel auf dem Schlitten sass. Luca Rolli schob an und nahm Platz auf dem kleinen Schlitten. «Auch wenn die Startzeiten in Ordnung waren, haben wir während der Fahrt viel zu viel Zeit verloren», so ein enttäuschter Vogt nach dem Rennen. «Dies ist nicht zuletzt auf die Sitzposition des Anschiebers zurückzuführen. Aber ich denke, es war ein Versuch wert.» Nun weiss Vogt, dass dieses Experiment gescheitert ist.

Verunglücktes zweites Rennen

Im zweiten Rennen am Sonntag griff der Wangner wieder auf Sandro Michel als Anschieber zurück. Doch auch das brachte dem Schweizer Bobteam kein Glück. «Direkt nach dem Start fuhren wir in die Wand, weil wir viel zu weit gelaufen sind», ärgerte sich Vogt. Der Unbill nicht genug: «Im zweiten Lauf blieb ich beim Einsteigen am Lenkseilhängen.» Auch der Anschiebbügel wurde erst viel zu spät eingeklappt. «So haben wir bis zur ersten Zwischenzeit viel Zeit liegen lassen.» Mit der Fahrt auf der Bahn war Vogt nicht unzufrieden, wenn da nicht der total verhauene Start gewesen wäre.

Das Wochenende abhaken und nach vorne schauen

«Nein, zufrieden mit den beiden Rennen bin ich nicht», beschreibt Michael Vogt das gebrauchte Wochenende in Sigulda. «Nun gilt es das abzuhaken und nach vorne zu schauen, denn es geht weiter. Viel anderes bleibt uns ja auch nicht übrig.» Der Fokus des 23-Jährigen liegt nun auf den nächsten Rennen in Winterberg, wo am Samstag erneut ein Zweierbob-Rennen ansteht, am Sonntag wird mit dem grossen Schlitten gefahren. Im Dezember gab es da für Vogt einen neunten und einen siebten Rang im Viererbob.

Franz Feldmann, Redaktion March24 & Höfe24