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Sport
01.12.2021

Auch Genf zu stark für Joner Volleyballer

Gegen Chênois Genève in der Defensive: (vorne v.l.n.r.) die Joner Ramon Caviezel, Simon Maag und Filip Habr (Captain).
Gegen Chênois Genève in der Defensive: (vorne v.l.n.r.) die Joner Ramon Caviezel, Simon Maag und Filip Habr (Captain). Bild: Stefan Licka, volleyballjona
Gleich mit 0:3 verlieren die Volleyballer des TSV Jona gegen Chênois Genf. Nur im zweiten Satz konnten die Joner mithalten.

Am Sonntagabend gingen die Joner einmal mehr als Verlierer vom Feld. Eigentlich hatte sich der TSV Jona berechtigte Hoffnungen gemacht, gegen den Tabellenzweiten aus der Westschweiz eine Art Befreiungsschlag hinzukriegen. Schliesslich konnten die St.Galler die letzten vier Aufeinandertreffen gegen diesen Gegner gewinnen. Doch Chênois Genf gab sich keine Blösse gegen zeitweise schwache Joner.

Erster Satz: Schlechte Ballkontrolle und Angriffsfehler

Vom ersten gespielten Ball an war klar, wer der Favorit an diesem Abend sein würde. Genf führte schnell im ersten Durchgang mit 6:10.

Grund war die schlechte Annahmeleistung der Joner nach den soliden Anspielen der Gäste. Das Heimteam bekam die Bälle nicht unter Kontrolle und musste deshalb viel aus ungünstigen Positionen angreifen. So häuften sich die Angriffsfehler.

Da Jona selber mit dem eigenen Service keinen Druck aufbauen konnte, zogen die Genfer weiter davon. Schlussendlich war das Satzresultat mit 12:25 klar und deutlich.

Stabilisierung durch frische Kräfte im zweiten Satz

Für den zweiten Satz wechselte Jona-Trainer Dalibor Polak Topscorer Toni Menner und Mittelblocker Linus Birchler aus und brachte mit Guilherme Barbosa und Simon Maag frischen Wind. Barbosa stabilisierte die Annahme und Jona konnte auf einmal mit den Genfern mithalten. Die St.Galler konnte gar beim 10:8 eine Führung erspielen. Genf konterte jedoch und erspielte selbst eine kleine Führung, die Jona beim 18:18 wiederum egalisierte.

Zum Leidwesen des TSV starteten die Gäste besser in die Schlussphase des Satzes. Der 21:23-Vorsprung Genfs konnte Jona mit viel Einsatz zum 23:23 wettmachen. Es waren die Westschweizer, die sich zuerst einen Satzball erspielen konnten. Ganze vier Stück vermochte Jona abzuwehren, ehe die Gäste mit dem fünften Anlauf den Satz zu ihren Gunsten beendeten. Mit 26:28 sollte es das knappste Satzresultat des Abends bleiben.

Der kürzlich neu verpflichtete Joner Diagonalangreifer Mihai Voleanschii (Nr. 3) steigt in die Höhe. Bild: Stefan Licka, volleyballjona

Gegner im dritten Satz letztlich ungefährdet

«Wir müssen die positiven Emotionen nach gewonnenen Bällen besser mitnehmen», resümierte Topscorer Toni Menner nach dem Spiel. «Nur so können wir uns weiter antreiben und eine Wende erzwingen». Er sprach damit auf den Start des dritten Satzes an. Jona lag schnell wieder im Hintertreffen, konnte sich aber zurück in das Spiel kämpfen.

Trotz guter Aktionen gelang es aber nicht, die Genfer ernsthaft zu fordern. Auf eine gute Aktion folgten immer ein, zwei individuelle Unzulänglichkeiten. Das öffneten Chênois Genf Tür und Tor zu einem letztlich ungefährdeten 19:25-Satzsieg.

Mit dieser 0:3-Niederlage findet sich der TSV Jona am Ende der Tabelle wieder. Die nächsten beiden Gegner werden Schönenwerd und Amriswil sein. Es ist nicht zu erwarten, dass Jona in der derzeitigen Form in einem dieser Spiele einen Exploit schaffen wird. Punkte müssen also gegen Näfels und Luzern erkämpft werden.

Coach Dalibor Polak (Mitte) weist seine Spieler an. Am Ende erleiden die Joner eine Niederlage in drei Sätzen. Bild: Stefan Licka, volleyballjona

Telegramm

TSV Jona Volleyball – Chênois Genève 0:3 (12:25, 26:28, 19:25)

Halle Grünfeld – 180 Zuschauer – SR: Schürmann/Stalder.
Spieldauer: 67 Minuten.

Jona: Blaser (Libero); Habr, Caviezel, Menner, J. Maag, Birchler, Voleanschii; Finschi, Beeler, Conconi, S. Maag, Bolli, Barbosa, Margot.

Genf: Hagenbuch (Libero); Liot, Marinkov, Abramov, Brzakovic, Radic, van Zeist; Eaton, Dubois, Meyer, Perezic.

Moritz Bolli, TSV Jona Volleyball